Bauhygiene

Infektionsprävention von der Bauplanung an

Gute Planung

verhindert hohe Kosten durch Fehlinvestitionen und nachträgliche Umbaumaßnahmen.

Umgang mit resistenten Erregern

Transmissionen vermeiden

Schutzmaßnahmen ermöglichen

Ausbruchs- vorbereitung

Möglichkeiten der Händedesinfektion

Gute Planung der Ver-und Entsorgung

Schutz vor ungebetenen Gästen

Zentrale Notaufnahme

Intensivstation

Arztpraxis

Operationsbereich

Hintergrund

Multiresistente Erreger sind eine große Herausforderung

Nosokomiale Infektionen

Trotz zahlreicher Vorkehrungen nehmen Krankenhausinfektionen (nosokomiale Infektionen) stetig zu. Umso wichtiger ist es, dieses Infektionsrisiko durch eine präventive bauliche Planung zu reduzieren. Die Berücksichtigung klinischer Bauhygiene fängt im Idealfall schon beim Krankenhausneubau an. Doch auch bei bereits bestehende Krankenhäusern lässt sich durch strukturelle Umbaumaßnahmen die Sicherheit in der Infektionsprävention erhöhen. 

Wie entstehen eigentlich Krankenhausinfektionen?

Der menschliche Körper enthält mehr Bakterien als Körperzellen. Die meisten dieser Bakterien befinden sich im Darm, wo sie eine essentielle Rolle im Stoffwechsel spielen. Darüber hinaus finden sich auch auf der Haut und Schleimhaut des Körpers viele Bakterien. Durch invasive Maßnahmen wie z.B. Injektionen, Infusionen oder dem Einsatz eines Gefäßkatheters kann diese eigene Bakterienflora leicht in Körperregionen wie die Blutbahn, Lunge oder Harnwege gelangen, die normalerweise steril sind. Solche endogenen Infektionen zählen zu den häufigsten im Krankenhaus und lassen sich nur bedingt verhindern, indem man z.B. solche invasiven Behandlungsmethoden nur sehr selten anwendet.

 

Weiterhin kommen bis zu 30% aller Krankenhausinfektionen durch Erreger zustande, die von außen (exogen) durch direkten oder indirekten Kontakt mit anderen Patienten oder Klinik-Mitarbeitern an einen selbst gelangen. Eine Übertragung über die Luft erfolgt nur in den wenigsten Fällen.  

Insbesondere diese exogenen Infektionen gilt in der Krankenhaushygiene eine besonderes Augenmerk. Durch gezielte Maßnahmen lässt sich der Anteil exogener Infektionen messbar reduzieren.  Auch eine Krankenhaus-Umgebung ohne zusätzliche Stressfaktoren, in der sich der Patient wohlfühlt, kann unter Umständen dazu führen, die endogen Infektionen zu reduzieren.

 

Operationsbereich

<Für einen möglichst funktionalen OP-Bereich bedarf es vor allem einer reinen bzw. sterilen Ausstattung. Hierbei ist insbesondere die optimale Bereitstellung der Sterilgüter wichtig, wofür die Logistik unterschiedliche Lösungsansätze bietet. In vielen Krankenhäusern bietet sich hierfür eine nahe gelegene Sterilgutversorgungsabteilung an, mit der sich die vielen Prozesse im Operationsbereich optimieren lassen. Unabhängig vom Kontaminationsgrad der Wunde muss der geforderte Hygienestandard gleichermaßen in jedem OP-Saal für jeden Patienten gegeben sein. Zudem muss der OP-Bereich klar vom allgemeinen Klinikbereich getrennt sein.

  • Angemessen große Arbeitsflächen, z.B. zum Anrichten von Infusionen und Injektionen.
  • Räumliche Vorschriften: Operationssäle, Personalumkleideraum, Einleitungsräume, Entsorgungs- und Putzraum, Aufwachraum. Räume mit Schränken und Regalen für die Lagerung von Materialien.
  • Vorgaben zu Wand-, Decken- und Fußbodenbelag.
  • Spezifikationen zu Wasseranschluss- und ablauf, Toiletten und Händedesinfektion.

Zentrale Notaufnahme (ZNA)

In der Notaufnahme müssen alle für die Primärdiagnostik und Erstbehandlung notwendigen Geräte und Funktionen unmittelbar zugriffsfähig sein. Auch die Anordnung von Warteflächen, Notfallräumen und Umlagerungsflächen müssen beachtet werden. Es muss weiterhin die Möglichkeit gegeben sein, bei Bedarf schnellstmöglich diagnostische und Interventions- Notfallmaßnahmen durchführen zu können.

Für ein optimales Hygienemanagement aufgrund des Erstkontakts mit dem Patienten ist es unerlässlich, Infektionskrankheiten und Erreger mit einem besonderem Streupotential frühzeitig zu identifizieren.

 

Schutzvorkehrungen bei Krankenhaus-Umbau

In jeder Klinik fallen mit der Zeit An- bzw. Umbaumaßnahmen an. Mittlerweile schreiben die meisten Hygieneverordnungen der Länder vor, dass ein Krankenhaushygieniker in die Bau- und Umbaumaßnahmen mit involviert werden und die Baupläne beurteilen soll. Neben der Lärmbelästigung sollte sich beim Klinik-Umbau besonders mit dem Thema Verschmutzung auseinandergesetzt werden. Die Luftbelastung insbesondere mit Schimmelsporen nimmt bei Abbruch-, Abriss- und Schleifarbeiten massiv zu und stellt das Krankenhaus vor eine Herausforderung hinsichtlich der Patientensicherheit.

 

Im Sinne der Infektionsprävention, müssen Vorkehrungen getroffen werden, um den Baubereich wirksam vom Krankenhaus abzutrennen. Trennwände, Partikelfilter, geschlossene Staubrutschen und auch Schuttcontainer spielen hierbei eine wichtige Rolle.

 

Vor Beginn der Bauarbeiten werden die notwendigen Schutzvorkehrungen identifiziert und an das entsprechende Fachpersonal delegiert. Während der Bautätigkeiten ist eine ausführliche und fortlaufende Dokumentation der Schutzmaßnahmen unerlässlich.

Über Uns

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Salm-Hygiene

Unabhängig, schnell, fachkompetent!

Dr. Florian Salm,  M.Sc (Epidemiology)

Facharzt für Krankenhaushygiene & Umweltmedizin 

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